
Kronen Zeitung
ABSAGEN FÜR KEEPER
Ein Satz mit X! Kuster bekommt doppelten Korb
Konkrete Gespräche mit BW Linz und Alemannia Aachen, am Ende entschieden sich allerdings beide Klubs für andere „Einser“ – und gegen Markus Kuster im Tor. Am späten Dienstagabend erfuhr die „Krone“ davon. Wie geht´s mit dem Burgenländer jetzt weiter?
Recht euphorisch klang das Ganze noch am Dienstagmorgen. Markus Kuster soll ein Kandidat bei BW Linz sein, dort zu den drei Top-Kandidaten auf das Einser-Leiberl im Tor des Bundesligisten zählen. Wie die „Krone“ erfuhr, bemühte sich auch der deutsche Drittligist Alemannia Aachen um die Dienste des 31-Jährigen. Am späten Abend folgte dann aber doppelte Korb für den rot-goldenen Keeper!
Die Linzer holten den Ex-Salzburger Nico Mantl aus Portugal, FC Arouca machte die Leihe via Social Media offiziell. Danach gingen auch die abstiegsbedrohten Oberösterreicher mit der Info (die geplanterweise noch nicht hätte passieren sollen) an die Öffentlichkeit, präsentierten ihren neuen Stammtorhüter. Eben nicht Kuster!
Die zweite sportliche Breitseite ließ aber nicht lange auf sich warten. Auch Aachens Verantwortliche lachten mit ihrer Verstärkung für den Klub-Kasten auf allen Vereinskanälen um die Wette. Und wieder fiel der ehemalige Mattersburger durch den Rost. Denn die „Kartoffelkäfer“ gehen mit Manuel Riemann in die restliche Saison der 3. Liga. Kuster? Fehlanzeige!
„Es war 50:50“
„Es hat sich beides erledigt“, bestätigte sein Berater Markus Peresich kurz vor Mitternacht der „Krone“. Der bei Aachen von einer „50:50-Situation“ spricht, der berühmte Groschen wohl zugunsten der Routine des 37-jährigen Riemanns (Bochum, Paderborn, Sandhausen) gefallen ist.
„Ich habe viele Zoom-Calls geführt“, so Peresich. Am Ende war das Bemühen (vorerst) vergebens. Denn der Torhüter aus Pama schaut durch die Finger, muss kurz vor Ende des Wintertransfer-Fensters (die meisten Ligen schließen dieses spätestens am 6. Februar) auf weitere Offerten hoffen.
„Momentan gibt´s nichts Konkretes, wir müssen weiterschauen“, weiß sein Berater. Wohl auch, dass sich das Top-Angebot kaum noch auftun wird. Dafür lief´s für Kuster sportlich zuletzt schlichtweg zu durchwachsen, stand er bei Paralimni nicht mal mehr im Kader. Apropos: ein Verbleib bis zum Sommer in Zypern ist ausgeschlossen, selbst wenn kein neuer Arbeitgeber mehr in den nächsten Tagen anklopfen sollte. „Das Thema ist für ihn vom Tisch, endgültig.“
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Bild: Kuster/Paralimni










